Warum benötigen Sie einen Personalausweis?

Gold gilt als sichere Vermögensanlage in wirtschaftlich schwierigen Zeiten. Doch wer einen Verkauf des Edelmetalls in Form von beispielsweise Altgold tätigen möchte, kann das Vorhaben ohne einen gültigen Personalausweis nicht realisieren. Wozu werden die individuellen Daten aber genau benötigt? § 147a GewO es ist verboten, von Minderjährigen gewerbsmäßig Edelmetalle in Form von Gold, Silber, Platin und Platinbeimetalle wie Palladium, edelmetallhaltige Legierungen wie Zahngold, sowie Waren aus Edelmetall oder edelmetallhaltigen Legierungen oder Edelsteine wie Diamanten zu erwerben. Hierzu werden die Personalien des Verkäufers aufgenommen und unterschrieben.

Zur Vermeidung der Geldwäsche

Die Rechtsgrundlage für solche Transaktionen bildet das im Dezember 2011 in Kraft getretene Gesetz zur Geldwäscheprävention. Dieses besagt, dass bei einem Kauf oder Verkauf aller Wertanlagen, die eine Mindesthöhe von 15.000 Euro erreichen, die Vorlage des Personalausweises verpflichtend ist. Anderenfalls sind die Händler gezwungen, das Geschäft nicht vorzunehmen. Das Ziel dieser Norm besteht in der Eindämmung der Geldwäsche – die Herkunft sowie die Legalität manch höherer Vermögenssumme muss nachverfolgt werden können, wozu die persönlichen Daten des Käufers oder Verkäufers ein entscheidendes Kriterium bilden. Zudem sollen durch den abschreckenden Effekt illegale Handlungen umgangen werden.

Die Auslegung erfolgt unterschiedlich

Erfahrungsgemäß verlangen viele Goldhändler aber auch schon bei deutlich kleineren Geldsummen die Vorlage der persönlichen Papiere. So etwa grundsätzlich bei jedem An- und Verkauf. Oder beim Erreichen eines Wertes von 2.000 bis 5.000 Euro. Auch damit agieren sie rechtmäßig. So sind sie zwar gesetzlich verpflichtet, ab einem Kaufvolumen von 15.000 Euro die Einsicht in den Ausweis vorzunehmen. Wird dieser Preis nicht erreicht, kann das Dokument dennoch auf freiwilliger Basis gefordert werden. Auch die Registrierung und die Aufbewahrung der persönlichen Daten sind somit zulässig – allerdings muss der Bürger diesen bis zu einem Warenwert von 15.000 Euro nicht zustimmen.